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28. October 2016Konzerte & Shows

Helmut Lotti am 22.12.2017

Helmut Lottis Karriere ist ein Reigen der Superlative: Mit "Helmut Lotti Goes Classic" startete 1995 sein internationaler Durchbruch und er eroberte damit die Welt. Das Album erreichte auf Anhieb Gold Status und seither verkaufte er über 13 Millionen Tonträger, zu denen aufwendige TV-Specials in Südafrika, Sibirien und Mexiko produziert wurden und die insgesamt fünfzehn Gold-, sechs Platin- und drei Triple-Gold-Auszeichnungen erreichten. Der begehrte Belgier gewann u.a. eine Goldene Kamera und zwei ECHO-Awards, sang Duette mit Andrea Bocelli, Montserrat Caballé, Eros Ramazzotti, Placido Domingo, Sarah Brightman und Cliff Richard und verkaufte die Ränge im Brüsseler Vorst Nationaal, der Kölner Lanxess Arena, dem Wiener Konzerthaus, dem berühmten L’Olympia in Paris, der Avery Fisher Hall in New York und dem Lyric Theatre in Sydney aus. Man kann also getrost von einer lupenreinen Weltkarriere sprechen. 

Lottis persönliche Highlights sind jedoch von anderer Natur: »Bei den World Music Awards in Monaco 1996 schaute mich Céline Dion während meiner Probe vom Saal aus an, als sei ich ein Außerirdischer. Später kam sie auf mich zu und sagte zu mir "Boy, I don’t know who you are, but you’re magnificent. Take care of yourself". Was für ein Kompliment! Ein Jahr später saß Placido Domingo bei einer Veranstaltung backstage am Klavier, rief mich zu sich herüber und fragte "Helmut, kennst Du dass"? Als ich nickte, sagte er nur: "Komm, sing"! – und begleitete mich bei dem wunderbaren Lied "Parlami d’amore Mariù". Meine berufliche Laufbahn lief fantastisch; besonders die Fernseh-Specials habe ich in toller Erinnerung. Ich habe viele Länder und Menschen kennengelernt und bin heute vielleicht am stolzesten auf das Album „Out Of Africa“, weil die Musik darauf so speziell und wirklich neu war. Es ist ein Crossover zwischen reduzierten Tribal-Kompositionen und symphonischen Arrangements.« "Out Of Africa" hielt sich fast ein Jahr in den deutschen Charts und ist Helmut Lottis bis dato erfolgreichstes Album in Deutschland.  

Während seiner Tournee in Australien 2011 hatte sich der Sänger überraschend entschlossen, eine schöpferische Pause zu nehmen. »Es lief sehr gut, ich fühlte mich körperlich wohl – aber ich fragte mich: "War es das jetzt"? Das war kein Burn-out, sondern eher das Bedürfnis nach einer Art Bilanz. Ich brauchte Zeit um nachzudenken und mir die Frage zu beantworten, ob ich tatsächlich noch Helmut Lotti sein wollte.« In den folgenden Jahren produzierte Lotti nur ein Album für den holländischen Markt und ging nicht auf Tournee. Er konzentrierte seine Aktivitäten auf Belgien, absolvierte ausschließlich ausgewählte Auftritte und engagierte sich als "Goodwill Ambassador" für UNICEF. 

»Es hat lange gedauert, ich war ja auch beschäftigt – aber irgendwann fing es wieder an zu kribbeln. Die Bühne fehlte mir und ich begriff, dass meine Karriere ein Geschenk ist. Gleichzeitig kam mir der Gedanke, dass ich einer Welt, die in Flammen zu stehen scheint, etwas zurückgeben wollte. Ich wollte ein Album machen, das Hoffnung verbreitet und Trost spendet.« Aus der eindeutigen Entscheidung heraus: ›Ja, ich möchte Helmut Lotti sein‹ erwuchs die Konsequenz, "The Comeback Album" bewusst groß zu arrangieren. »Mehr Orchester, mehr Bläser – ich wollte quasi noch mehr Lotti hineinlegen. Um die 100 Menschen haben auf dem Album mitgewirkt. Entscheidend war auch die Zusammenarbeit mit dem britischen Musiker, Komponisten und Arrangeur Andrew Powell (u.a. John Miles und Kate Bush). Er spielte lange bei The Alan Parsons Project und hat viele ihrer Stücke harmonisch bearbeitet. Mein Produzent ist ein großer Fan von ihm und so haben wir ihn gefragt, ob er an dem Album mitarbeiten möchte.« Die Coverversionen des Albums hat Helmut Lotti mit Bedacht und entlang eines roten Fadens ausgewählt: »Sie haben alle mit unterschiedlichen Formen von Glaube, Liebe und Hoffnung zu tun. Ich möchte mit der Musik den Menschen die Gelegenheit geben, sich in eine Welt zu versetzen, in der sie Kraft schöpfen können.« Die einfühlsame Einführung in das Thema ist die erste Single "Faith, Hope And Love" – mit eigenen Texten von Lotti. »Mein Text handelt vom Glauben an positive Energie. Von Liebe und innerer Stärke. Und davon, was für ein starker Lebensmotor Hoffnung sein kann.« Auch die Übersetzung des Textes zu "Insha’ Allah" stammt vom Künstler selbst: »Ich habe viel über Religion nachgedacht: Glaube ist etwas Schönes, aber auch sehr persönliches. Es geht hier also nicht um ein politisches Statement, sondern um eine einfache Frage: Kann das Elend nicht endlich aufhören?« 

Aber auch die Coverversionen so unterschiedlicher Künstler wie Leonard Cohen, Adamo, Simon & Garfunkel und natürlich seinem Idol Elvis Presley passen perfekt zu Helmut Lottis Musikvorstellungen. Mit seiner 3½ Oktaven umfassenden Stimme und seinem außerordentlichen Talent, sich Genres und Stimmungen zu Eigen zu machen, schafft es der Crossover-Maestro Lotti, Uptempo-Tracks mit bodenständigem Soul und Gospel zu kreieren und anspruchsvolle Titel spielend um Jazz und Swing zu erweitern. Ich versuche immer, die schönste aller Versionen zu kreieren. »Am liebsten singe ich natürlich das Lied, mit dem ich am meisten Applaus bekomme – aber es muss interessant sein. Ob Coverversionen oder eigene Stücke: Ich möchte nur Sachen singen, die ich gerne singe. Dass ich das darf – dazu noch auf RCA, der Labelheimat von Elvis – ist ein großes Glück.«  Ebenso glücklich ist der Musiker, der in Belgien zu den fünfzehn meistverkauften Künstlern überhaupt gehört, über seinen langjährigen Erfolg in Deutschland: »Ich freue mich sehr, dass ich in Deutschland so eine treue Fangemeinde habe. Während meiner Auszeit bekam ich auch sehr viele Anfragen deutscher Fans, wann ich wieder zurückkomme. Ich kann es kaum erwarten, mit "The Comeback Album" endlich wieder im Rampenlicht zu stehen und 2017 auch wieder live in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs zu sein.«

Tickets gibt es hier.

Verfügbare Links:
Helmut Lotti
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